Unzeitgemäße Betrachtungen - Subjektives und Polemik - Kritik und Sarkasmus - Toben und Schreien - Weltbashing!: sollte von NIEMANDEM gelesen werden!
Donnerstag, November 30, 2006
für Deutschland gar nicht mal so schlecht...
Das hört sich zunächst sehr gut an und wäre ein großer und entschiedener Schritt in die richtige Richtung. Aber ich glaube es erst, wenn ich dereinst ein Restaurant verlassen und nicht nach Qualm stinken werde. Denn das Gesetz muß noch durch einige politische Instanzen, wo ich die Krebsmacherlobbyisten jetzt schon die Klinken wichsen sehe und hernach, wir sind ja in Deutschland, einig Verwaltungsland, besteht sicher noch die Möglichkeit, einstweilige Verfügungen, Widerspruchsanträge, Ausnahmegenehmigungen etc. anzustreben, die die Gesetzeswirkung wieder aufweichen oder negieren könnten. Ich hoffe, daß das ausbleibt, aber wie gesagt, ich glaube es erst, wenn....
Hier noch eine gute Nachricht aus der Wissenschaft: Rauchen läßt das Gehirn schrumpfen. Ist das nicht köstlich? Es ist, als würde die Natur sagen: wer sein Hirn so wenig benutzt, daß er freiwillig raucht, der benötigt offenbar nur die Sparversion seines Denkpuddings. Das nenne ich mal organische Sparsamkeit mit bestechender biologischer Logik ;-)
Und es geht weiter: Rauchen fördert zudem den Alkoholismus. "Biologische Interpretation": gegen Rauchen existiert ein starker Selektionsdruck. Um die Chance zu maximieren, Raucher möglichst wirksam aus dem Genpool zu tilgen, erhalten sie neben den anderen ca.1000 Krankheiten, auch noch Alkoholismus, da auf die wiederum hiermit verbundenen Leiden natürlich nicht verzichtet werden soll - vulgo: wenn es der Lungenkrebs nicht schafft, dann wenigstens die Zirrhose. Ironie des Schicksals.
Mittwoch, November 22, 2006
Hip-Hops ist großer Dreck!!!
"Wir sind die Coolsten wenn wir cruisen, wenn wir durch die City düsen." Diese sinnreich-pointierte, brillant gereimte, vielsagende und über die Ansprüche und Werte des, äh, Verfassers allzuviel preisgebende Textzeile vernahm ich unlängst, als ich bedauerlicherweise beim Umschalten die falsche Taste betätigte und zu MTV gelangte. Ich war zunächst wie gebannt, verharrte dann und sah mir an, was sich in diesem Video-Clip unfaßliches abspielte. Jetzt bin ich desillusioniert, entsetzt und vollkommen fassungslos!!!! Ist das wirklich wahr? Gibt es Menschen die derartiges schätzen oder gar ernstnehmen!?
Ich will versuchen, zu beschreiben, was dort geboten wurde: Einige Bübchen in einer Tracht, die zu tragen selbst die Hofnarren vergangener Zeiten, wütend und empört ob der in orbitale Höhen übertriebenen Groteskheit, die eine Lächerlichkeit gebiert, welche soweit jenseits von Gut, Böse und Karikierbarkeit rangiert, daß einem das Lachen im Halse gerinnt, abgelehnt hätten, hampelten und stolperten sich durch eine bizarre Landschaft, sich teilweise in einem Automobil bewegend. Überall standen unziemlich entkleidete Weibchen herum, zwecks Gesäß- und Sekundärgeschlechtsmerkmalschwenkungen zur Erhitzung der kruden und grobschlächtigen Gemüter der antizipierten Zuschauer (16, dürr, pickelig, pubertierend, gleichgeschaltet). Das ist im groben die Handlung des Clips; die Bübchen aber gaben sich nicht zufrieden damit, "herumzucruisen" und beim Versuch, cool zu sein, auf jammervollste Weise zu scheitern, bewahre !, es mußte auch noch dazu gelärmt werden: Vor dem Hintergrund eines traurig wummernden synthetischen Basses mit unvorstellbar öder und freilich variationsloser Rhythmik (hieße es nach der neuen Rechtschreibung jetzt eigentlich Rüttmick? Brrrrr....) und "Melodie" wurde im Wechsel völlig talentfrei sprechgesang-radebrecht, daß es eine Art hatte. Unablässig wurden dabei Inhalte wie der eingangs wiedergegebene vermittelt und dazu auf eine Weise gestikuliert, die vehement an die letzten Muskelfaszikulationen überfahrener Wirbeltiere gemahnte.
Bitte! Dies ist wahrhaftig nur eine objektive Beschreibung dessen, was ich sah und hörte und ich bin gerne bereit, mich von Wissenden belehren zu lassen, warum dies "cool" oder auf irgendeine massiv chiffrierte Weise gut sein sollte. Wenn sich tatsächlich jemand die Mühe macht, dann bitte ich auch um Aufklärung bezüglich der offenbar mit dieser Art von Unterhaltungsgeräusch assoziierten Tracht oder Gewandung unter dem Gesichtspunkt folgender Leitfragen:
- Warum ist es so streng verboten und verpönt, Kleidung der richtigen Größe zu tragen? Geschieht das aus Umsicht (in etwa, wie: Da wächst es noch rein, unser Bübchen! bzw. Wer weiß, vielleicht bekommt unser Bübchen ja bald Elefantiasis am ganzen Körper...) oder mit der festen Absicht, wie ein kaputter Clown, der beim Griff zur Brieftasche bis an die Achillessehne hinabgrefen muß, auszusehen?
- Aus welchem Grund muß diese Sack-Hose auch noch auf Halbmast getragen werden? Aus Sicherheitsgründen, weil die eigenen Lautäußerungen die Verdauung so sehr anregen? Oder handelt es sich dabei tatsächlich um eine an Plump- und Fadheit nicht mehr zu überbietende und nur noch mitleiderregende Absage ans Establishment?
- Warum muß die Schlagballmütze (die aus welchem Grund nochmal nahezu obligatorisch ist?) unbedingt falsch herum aufgesetzt werden?
- Warum wird nochmal in einigen ganz harten Fällen ein (!) Hosenbein dieser gigantischen Hosen hochgekrempelt? Weil es diesen Kreaturen einfach nicht reicht nur grenzdebil auszusehen?
- Wieso muß das Schuhwerk grundsätzlich so riesig sein, daß man selbst im Neuschnee nicht mehr damit einsinkt? Damit man selbst im massiv zugekifften Zustand nicht umfällt? Damit es egal ist, wie herum man es anzieht? Ich nehme an, in diesem Zusammenhang erklärt sich auch, weshalb diese Schuhe niemals zugebunden werden. Schleifen binden ist uncool, oder?
- Ist der typische schlurfend-motorisch-gestörte Gang eine Folge der übergroßen, offenen Dummer-August-Pantinen und der Elefantenhosen, deren Schritt ja auf Schienbeinhöhe hängt und sicher sehr beim "unchilligen" Gehen stört, oder wieder nur ein Gehabe, welches zutiefst ironischerweise, wie unerklärlicherweise cool wirken soll?
- Wie sind diese unerträglichen Füllwörter, Versatzstücke und Sprachmanierismen, wie "Yo!", "Ey, logen, Alta!", "Hau rein!", "Was geeeeeeeht'n?", "Ey, mein Flow klumpt, ey!" etc.pp. zu erklären? Oder sind sie nur Ausdruck des Niveaus des Sprechers, was sie ja bereits erklären würde.
Angesichts dessen, daß sich diese Hip-Hops-Geschöpfe offenbar epidemieartig verbreiten, bin ich sehr daran interessiert, mich weiterzubilden bzw. aufklären zu lassen, wie mit diesen im Falle einer hoffentlich vermeidbaren Begegnung zu verfahren sei. Soll man Ihnen Mut zusprechen, Ihnen sagen, daß das schon wieder weggehe? Soll man sie mit einem Stecken puffen und davonjagen? Soll man sie teern und federn und durch die Stadt tragen, damit richtige Menschen sie mit altem Kohl und Unrat bewerfen können?
Ich bin für Ratschläge dankbar...
Dienstag, November 21, 2006
Gehacktes um 21.13 Uhr
Endlich! Ich hoffe, daß möglichst viele Geschäfte ihre Öffnungszeiten anpassen und daß wir uns möglichst weit von den Öffnungszeiten meiner Jugend: Mo-Fr 8-13, 15-18.30 Uhr; Sa 9-12 Uhr (unglaublich im Nachhinein, oder?) entfernen. Leider macht man vor dem Sonntag noch geniert halt, damit der dicke Pastor nicht weinen muß. Doch auch das geht hoffentlich noch vorüber...
Fazit: Schon wieder ein Schritt in Richtung Moderne. Wenn das so weiter geht mit dem schwerfälligen ollen "D", dann läuft es noch Gefahr seinen trashigen, staubig-altmodischen 19.Jhdt- Charme zu verlieren! Wenn man jetzt noch das Rauchen verbieten würde....zu schön um wahr zu sein....
Mittwoch, November 15, 2006
Wenn einer auf ein Päckchen harrt,
Ausgangssituation: ich habe vor gerauuuuumer Zeit eine Sammelbestellung für über 100€ bei einem Versandhandel in Auftrag gegeben. Dieser hat etwas gebraucht, um das Paket loszuschicken (gut, das sind Schwaben, was will man machen?), doch schließlich ging es irgendwann raus, begleitet von einer e-mail, die mich informierte, daß dem so sei. Ich wartete (gut geübt darin als Opfer/Kunde der Bahn). Es dauerte. Tagelang. Schließlich verlor ich die Geduld und beschloss, den Versandhandel anzurufen, um zu erfahren, warum das Paket noch nicht da sei. Ich warf noch einen Blick auf die e-mail, entdeckte eine Paket-ID und gab diese stattdessen im Internet bei Track&Trace (neudeutsch für "Sendung verfolgen") auf der Internetseite der Drogensüchtigen Hilfsschul-Logistiker (abgekürzt DHL) ein. Dort las ich zu meiner gleichzeitigen Verärgerung, Verblüffung und Überraschung, daß das Paket ausgeliefert sei, allerdings nicht an mich, sondern an "Filiale/Agentur" und ich sei benachrichtigt worden. Selbstverständlich hatte ich keine Nachricht erhalten, woher denn? Ich ging wütend zur Filiale der permanent orientierungslosen Spasti-Truppe (abgekürzt Post) um die Ecke und stand dort gepflegte 20 Minuten in der Schlange! Als ich dran kam, sprach ich bei einer üblen, richtig schäbbigen, verlebten Vogelscheuche von Post-Blinze, die in etwa den Charme von ranziger Tütensuppe versprühte, vor. Diese lahme und völlig unfähige Kreatur schlich auf ihren zu kurzen, krummen Beinen ins Lager, um nach geraumer Zeit zurückzukehren und aus ihrer teigigen Visage fallen zu lassen, daß nichts für mich da sei. Auf meine Frage, wie denn jetzt vorzugehen sei - ich hatte ihr die Hintergründe dargelegt - kam ein desinteressiertes "was weiß ich? Bin ich nich für zuständig...". Diesmal wutschnaubend verließ ich den Scheißladen, stürmte nach Hause und rief bei DHL an. Dort wurde ich als erstes gefragt, ob denn mein Briefkasten überhaupt zugänglich sei. Ist das zu fassen? Nein, natürlich nicht! Ich habe ihn mit Blei ausgegossen, weil es so unfaßbar geil ist, keine Post bekommen zu können! Ich sagte jedoch, daß, ja!, er zugänglich sei, worauf hin der Mensch gewichtig sinnierte: "Tja! Dann hat der Kollege Sie wohl tatsächlich nicht benachrichtigt! Das ist nicht gut!" ACH WATT?!?!? "Aber dann muß das Paket in der Filiale liegen!" Ich wiederholte, daß dem nicht so sei und wollte, kurz vor einem Schlaganfall stehend, wissen, wo verdammt noch mal das bereits bezahlte Paket sei! "Ja, das kann man nicht sagen." Ich: WIE BITTE??!? Typ:"Ja, das weiß nur der Kollege, der das Paket abgegeben hat! Geben Sie mir doch mal eine Nummer, unter der man Sie erreichen kann, dann ruft der Kollege Sie an und sagt Ihnen, wo das Paket ist!" Wie in Trance stammelte ich die Nummer hervor und fragte noch, wann denn mit einer Nachricht zu rechnen sei. Darauf ein "Tjaha, heute wird das nix mehr" (es war Freitag) "vielleicht morgen, eher Montag!". Da saß ich also, wartend auf den Anruf eines Heroinjunkies, der offenbar teilzeit als Zustellsklave seinen Stoff verdient und zwischen zwei Schüssen auch schon mal vergißt, Benachrichtigungen auszustellen oder Pakete bei der nächsten Post abzugeben. Wahrscheinlich ist der vor unserer Tür zusammengebrochen, hat vergessen wo und wer er ist und ist dann nachdem er wieder wach war mit dem "komischen" unbekannten Paket (ich nehme an, daß Lesenkönnen bei DHL kein Einstellungskriterium ist) einfach geradeaus gelaufen, bis die nächste Post an ihm vorbeikam, wo er es dann reingeschmissen und vergessen hat. So meine Theorie zu diesem Zeitpunkt. Ich wartete also. Es wurde Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag - kein Anruf. Aha, goldener Schuß, dachte ich. Ich rief wieder DHL an, berichtete, und hörte, daß nun der Absender einen Nachforschungsantrag stellen müsse und machte mich schon auf monatelange weitere Wartezeit gefaßt. Ich rief den Absender an, berichtete und dieser versprach, zu recherchieren. Er rief zurück und sagte, ich solle doch nochmal beim Postamt vorbeigehen und fragen, ob das Paket nicht vielleicht doch da sei und den Tag nennen, an dem es angeblich abgegeben worden sei, dies hätte der Kundendienst der Post empfohlen (die Filialen selbst sind natürlich per Telefon nicht zu erreichen - eine Richtlinie der Post verbietet kundenfreundlichen Service). Ansonsten wolle er, der Absender, warten, bis das Paket nach soundsolanger Liegezeit automatisch zurückgesendet würde und es mir dann nocheinmal zuschicken. Gut, einerseits war der Junkie, der mich beim letzten Mal nicht benachrichtigt hatte, ja tot, andererseits stellen die wahrscheinlich dann einfach den nächsten ein, ich bereitete mich also auf weitere Wochen des Wartens und der Vertröstungen vor, ging aber dennoch auf dem Heimweg bei der Post vorbei, wartete die übliche Viertelstunde, vermied es absichtlich, mich von der teigigen Inkompetenz bedienen zu lassen und geriet stattdessen an einen anderen Post-Honk. Ich sagte mein mittlerweile gut geübtes Sprüchlein auf, der nickte, verschwand im Lager und..... und......? ...kam 10 Sekunden später mit meinem Paket zurück, das ich nun, mit etwa 1,5 Wochen Verspätung entgegennahm. Ich war so perplex, daß ich erst draußen wütend wurde. Da war dieses armselige Tränentier von Post-Zusche doch beim ersten Mal, als ich mein Leben umsonst in der Schlange vergeudet hatte, glatt an dem Paket für mich vorbeigeschlufft, wahrscheinlich mehrfach! Es ist nicht zu fassen!!!! Und ich machte mir klar machte, daß hier die Inkompetenz von Post und DHL wie gut geölte kleine Zahnräder ineinandergegriffen und den Begriff, ja, jede Vorstellung von effizienter Logistik vollständig und jenseits der Rehabilitierbarkeit ad absurdum geführt hatten.
Selbst im Wilden Westen (den ziehe ich auch gerne beim Bahn-Dissen heran) wurde Post zuverlässiger und kundenfreundlicher ausgeliefert. Ich hingegen hatte für das Versagen der "modernen" Post mit endloser Warterei, zahllosen Wutanfällen, nennenswerten Telefonkosten, überflüssiger Rennerei und wahrscheinlich 5 Jahren meines Lebens, die ich unnatürlich gealtert bin, teuer bezahlt!
Fazit: ich hätte die bestellten CDs lieber beim überteuerten Saturn gekauft (18 verdammte € für eine CD!!!!), denn die 4€, die ich durch den Versandhandel gespart habe, werden nicht ausreichen, um die Blutdruck- und Magengeschwürpillen zu bezahlen, die ich bald brauchen werde.
Wieder ein Armutszeugnis für dieses an Armutszeugnissen nicht arme Land!
Ich kotze!
Freitag, November 10, 2006
Nicht mehr werben für das Sterben
Das Verbot ist im übrigen keineswegs eine Entscheidung aus Überzeugung, sondern erging ausschließlich aus Angst vor der verdienten Strafe aus Brüssel für die Nichtumsetzung einer Richtlinie. Man hatte sogar vor dem EuGH geklagt, mit dem scheinheiligen Argument, daß die EU für dieses Verbot nicht zuständig und daher nicht berechtigt sei, seine Durchsetzung zu erzwingen. Weil aber eine Abweisung der Klage sehr wahrscheinlich ist und noch längeres Aufschieben der Umsetzung die Gefahr eines satten Arschtritts aus Brüssel barg, gab man sich also maulend, klagend und beleidigt geschlagen und hat das Verbot nun erlassen.
Dabei ist dieses Verbot nur ein Fliegenschiß und verglichen mit anderen Ländern und deren konsequenten Gesetzen gegen Rauchen, die wirklich am Schutz der Normalen vor den Rauchern interessiert sind, wirkt es und vor allem die Intensität, mit der man es zunächst bekämpft hat, wie bitterer Hohn gegen die Normalen, die Verbot hin oder her, jeden Tag nach wie vor von den Rauchern verpestet und vergiftet werden dürfen.
Aufrichtig wäre die Politik, wenn sie weiterhin die EU-Richtlinie ignorieren und sich die fälligen Geldstrafen aus den Portokassen der Zigarettenlobby erstatten lassen würde, die das sicher von Herzen gern und ohne mit der Wimper zu zucken täte. Dann wäre endlich offiziell, was ohnehin schon offensichtlich ist: die deutsche Politik als willfähriger, kriechender Kettenhund der Tabaklobby, die auf die Gesundheit und die Rechte der Normalen einen dicken Haufen scheißt!
Donnerstag, November 09, 2006
Das Ende vom Hoff...
Erstmal aber noch etwas heiteres: der Hoff sucht ja verzweifelt nach jemandem, der den Sohn von Michael Knight im neuen Knight Rider Film spielen muß und nachdem Herr Bloom unfaßbarerweise dankend ablehnte, sprach der Hoff den bekloppten Sohn von Ozzy Osbourne an.
Dieser hübsche Junge hier soll also Knights Sohn spielen (zugegeben, die Frisur und der Gesichtsausdruck kommen schon hin). Warum auch nicht? Dann heißt es im Vorspann: "Er kommt! Ein alter Mann, sein schwules Auto und sein häßlicher Dödel-Sohn. Zusammen kämpfen sie gegen Zuschauerzahlen und den guten Geschmack!" Wie auch immer, ich werde im Kino sitzen!Anlaß zur Entscheidung jedoch, den Hoff hier dicht zu machen (als hieße das nicht, Eulen nach Athen usf.) sind natürlich wieder unfaßbare Neuigkeiten: Es deutete sich ja bereits an, daß seine Ehescheidung doch nicht ganz so glatt über die Bühne gehen würde, doch was wir nun erfahren dürfen, ist ganz trauriges Kino: Der Hoff hat im Suff nicht nur seine Ex-Olle, der er als Beweis seiner ehelichen Untreue auch noch einen Herpes verpasste, ab und zu als Sandsack mißbraucht, sondern auch seine Töchter angefummelt und beschimpft und sich dann gelegentlich nach getaner Arbeit gepflegt die Hosen vollgeballert! Diese Vorstellung brach mir das Herz, der Held meiner Jugend liegt voll wie tausend Russen zu Füßen von gehörnter Frau (mit gebrochener Nase) und weinenden Töchtern in seinem eigenen Unrat! Da macht das Spotten einfach keinen Spaß mehr...
Wer sich in Zukunft selbst über die Heldentaten des Hoff informieren möchte, klicke bitte hier:
- aktuelle News vom Hoff
- des Hoffs Wahlheimat, aus der er allzuoft unverrichteter Dinge verschwand
- seine Homepage
- sein Fanclub
- sein Wikipedia-Eintrag
8.5.2007:
Ein unfassbar trauriger, aber notwendiger Nachtrag, der die obigen Schilderungen in einem Video, das Hoffs eigene Tochter gedreht hat, dokumentiert. Die Grenze zwischen witzig und tragisch wird leider völlig verwischt....
Mittwoch, November 08, 2006
Eine rechte Schande!
So traten bei der Befragung von 5000 Deutschen unerträgliche Einstellungen zutage und Abgründe taten sich auf:
"Eigentlich sind die Deutschen anderen Völkern von Natur aus überlegen", lautete etwa eine These - für 14,8 Prozent der Deutschen konsensfähig.
"Ohne Judenvernichtung würde man Hitler heute als großen Staatsmann ansehen", diesen Satz würden 11,2 Prozent unterschreiben
"Der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten", verharmlosen immerhin 11 Prozent das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.
Ein Führer, der Deutschland mit starker Hand regiert? Das halten rund 15 Prozent für eine gute Idee. Und gleich 26 Prozent sehnen sich in diesen Zeiten nach einer einzigen Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert.Was soll man dazu sagen? Es ist einfach nur erbärmlich, beschämend und furchteinflößend! Und daß mir bei den Wessis jetzt keine Häme aufkommt über den braunen Osten, denn im Osten ist man zwar mißtrauischer gegenüber Ausländern aber im Westen "pflegt" man dafür umso intensiver den altbekannten Antisemitismus:
Für 15,8 Prozent der Westdeutschen arbeiten Juden "mehr als andere Menschen mit üblen Tricks, um das zu erreichen, was sie wollen", was wiederum nur knapp 6 Prozent der Ostdeutschen meinen.Man muß sich doch fragen, wie sowas zustande kommen kann! Ist das ein Versagen des Geschichtsunterrichtes oder nur des Verstandes, eine allgemeine Ignoranz durch Wurschtigkeit oder sind die aktuellen, drängenden Probleme dieser Leute tatsächlich so überwältigend, daß es einfach einen Sündenbock geben muß, der an alledem die Schuld trägt? Hängt dieses Ergebnis vielleicht mit der aktuellen "Neue-Unterschicht"-Debatte zusammen? Gibt es wirklich den umgekehrt proportionalen Zusammenhang zwischen sozialer "Stufe" und Neigung zu antidemokratischen Tendenzen? Und wen wählen diese Leute? Meinen Sie ihre Äußerungen ernst oder zeigt sich ein Effekt ähnlich den Sonntagsumfragen, bei denen oft Angaben gemacht werden, um eine Schockwirkung zu erzielen und die nicht notwendigerweise der echten eigenen politischen Auffassung entspricht?
Auf die Frage, was zu tun sei, wird vorgeschlagen, am Beginn der Entwicklung, der Manifestation der Ausländerfeindlichkeit schon bei Schülern und Jugendlichen anzusetzen. Das ist im Prinzip eine gute Idee. Leider jedoch wird einem, mich eingeschlossen, das Anfangen mit der "Einstiegsdroge Ausländerfeindlichkeit" oft dadurch erleichtert, daß man sich dank eines reichen Fundus an negativen Beispielen für Begegnungen mit Ausländern, mit einer solchen Einstellung im Recht wähnt. Denn natürlich verbessern pöbelnde, sich absolut asozial, unverschämt, dummdreist und rüpelhaft betragende ausländische Jugendliche, die auch gerne mal prügeln, stehlen und andere "abziehen"und ihre von den Vätern übernommenen "Pascha"-Allüren stolz vor sich her tragen, nicht gerade das Bild, das man von Ausländern in Deutschland gewinnen kann, doch rechtfertigen diese Kreaturen keine verallgemeinerte Xenophobie, die sich in Ausländerfeindlichkeit kanalisieren läßt, noch ist dieses Verhalten zumeist allein auf den Ausländerstatus, sondern auch auf nicht erfolgte bzw. unzureichende Integration und dadurch bedingten Frust zurückzuführen.
Ich selbst bin z.B. der Meinung, daß straffällig gewordene Ausländer sofort und ohne Federlesen des Landes verwiesen gehören und mit einer langen Einreisesperre belegt werden sollten und zwar eben nicht, weil sie Ausländer, sondern weil sie Verbrecher sind. Einen Gast, der sich nicht benimmt, setzt man vor die Tür!
Andererseits hat jederman angepasste und integrierte Ausländer und Deutsche ausländischer Herkunft mit vollem und gleichem Respekt zu behandeln und ihm jedes Recht zuzugestehen, das auch "deutschstämmigen" Deutschen zukommt. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Genauso selbstverständlich, sollte der Wille aller Ausländer, die in Deutschland leben wollen, sein, sich zu integrieren und im Zuge dessen gut Deutsch zu lernen und sich den (noch) demokratischen Prinzipien hierzulande zu 100% zu verpflichten. Bei diesen Bemühungen muß der Staat ihnen natürlich entgegenkommen und zwar aufrichtig und nicht mit der derzeitigen Halbherzigkeit. Wenn Deutschland ein Einwanderungsland ist, sein soll und sein will, dann muß es denen, die kommen und bleiben wollen, die Hand reichen, wie jene diese Hand ergreifen wollen müssen. Für entsprechende politische Weichenstellung können vor allem Ausländer sorgen, die sich dank gelungener Integration in der deutschen Politik betätigen können. Aber auch daran, die "Einstiegsdroge" weniger leicht erhältlich zu machen, können und sollten auch Ausländer mitarbeiten, indem sie den Zusammenhalt untereinander als weniger wichtig anzusehen beginnen, als die Notwendigkeit zum ehrlichen Integrationswillen, den man nicht zeigt, indem man dem Gastgeber oder gar dem Landsmann ins Gesicht schlägt. Wie entwaffnend wäre es, wenn der z.B. türkische Jugendliche, der einen in der Bahn anpöbelt, von seinen eigenen Landsleuten angesprochen würde und Einhalt geboten bekäme?
Mittwoch, Oktober 25, 2006
Was erlauben Bahn?!?!?
Die größte und auch zynische Dreistigkeit aber ist, die Bahn als Alternative zu anderen Verkehrsmitteln zu preisen! Natürlich wird einem seitens des Rabenvaters Staat das Autofahren so sauer, ätzend und teuer wie nur irgend möglich gemacht, doch Bahnfahren ist noch schlimmer. Man zahlt ein Heidengeld für ständig verspätete, kaputte und eingesaute Bahnen, defekte Fahrkartenautomaten (natürlich ist immer der Fahrgast schuld) und unfreundliche Arschlöcher von Personal. Wenn man nicht in einer Großstadt wohnt, fährt mit Glück ein Rumpelbus einmal die Stunde und auch nur tagsüber - die Dörfler sollen abends gefälligst zu Hause bleiben und das Vieh versorgen, nicht wahr?
Ich möchte mal wissen, ob Herr Mehdorn jemals mit der Bahn gefahren ist - vielleicht ein- zweimal mit einem neuen ICE in der 1. Klasse von Hamburg nach Berlin zu PR-Zwecken, aber sicher nicht mit der schrottigen RB von z.B. Köln nach Bonn. Wozu auch, die überteuerten Bahnpreise und das viele Personalfeuern haben ihm mehr als genug Kohle für den dicksten Mercedes und hektoliterweise Sprit eingebracht, was soll er sich da in Bahnen vor seinem eigenen Scheißbetrieb ekeln?
Hoffnung gibt einem nur noch das Aufblühen der Billigflieger, die wenigstens auf langen Strecken die Bahn so überflüssig macht, wie diese das Autofahren gerne machen würde. Nein, Bahnfahren ist nur eine Alternative, wenn es die einzige ist, die man hat und es ist beschämend und traurig, daß das in Deutschland, das von sich behauptet, Industrie- und Technologienation zu sein, so ist. Besserung ist indes nicht abzusehen, Herr Mehdorn findet sich zum Küssen geil und unsereins wird weiterhin zu spät kommen, sich beim Warten auf "Bahnhofs"-Ruinen Frostnekrosen holen, wegen defekter Automaten als Schwarzfahrer denunziert, fluchen, warten, zahlen, unnatürlich schnell altern, warten, zahlen, warten, zu Fuß gehen, fluchen und warten...
Freitag, Oktober 20, 2006
Eine gute Nachricht und eine schlechte...
welche wollen Sie zuerst hören? Nicht wenige Witze beginnen mit dieser Einleitung, meist kommt die schlechte Nachricht zuerst. So auch hier, leider ist sie ernst, wenngleich man sie auch für einen Witz, geschmacklos und schlecht zwar, halten könnte: In einem Artikel aus der jungen welt über die Verhältnisse in Polen, die offenbar an sich schon absolut haarsträubend und furchteinflößend sind, lautet der letzte Absatz:
Aktuell haben sich Giertychs Mannen die Evolutionstheorie als neues Feindbild auserkoren. Der Vater des Bildungsministers, der EU-Abgeordnete der LPR Maciej Giertych, forderte unlängst die Ersetzung der Darwinschen Evolutionstheorie in polnischen Lehrplänen durch den »Kreationismus«, eine pseudowissenschaftliche Version der göttlichen Schöpfungsgeschichte. Die polnische Akademie der Wissenschaft (PAN) reagierte mit harscher Kritik auf Giertychs Vorstoß und bezeichnete ihn als »absolut sinnfrei«. Unterstützung fand Giertych hingegen beim stellvertretenden Bildungsminister Miroslav Orzechowski, demzufolge die Evolutionstheorie nichts weiter als eine »literarische Erzählung eines ungläubigen, alten Herrn« ist. Demonstranten warteten am vergangenen Wochenende sogleich mit einer neuen Lieblingsparole auf: »Insbesondere Giertych stammt von Affen ab!«, riefen hunderte Schüler und Linke in Warschau.
Ich bin erleichtert, daß sich dagegen sofort heftiger Widerstand geregt hat, aber allein die Tatsache, daß EU-Abgeordnete einen derartigen Schwachsinn daherreden dürfen ohne sofort geteert und gefedert zu werden bzw. daß offenbar komplett Geistesgestörte in diesem Land EU-Abgeordnete werden können, macht mich sehr nachdenklich, sowie mir die Dreistigkeit der Behauptung schier den Atem raubt! Evolutionstheorie als »literarische Erzählung eines ungläubigen, alten Herrn« aber die Schöpfungsfabel aus der Bibel als knallharte, schulfähige Wissenschaft... tja, was soll man dazu noch sagen, außer: Die Herren Giertych und Orzechowski, ich glaube es ist wieder Zeit für die Elektroschocks!
Gut, daß es auch eine gute Nachricht und die Universität Cambridge gibt: N24 berichtet, daß die Uni plant, die gesammelten Werke Darwins für jedermann frei zugänglich ins Netz zu stellen. Angesichts der schlappen 20.000 Steine für eine Originalausgabe sicher eine erschwinglichere Alternative, ergänzt durch das ebenfalls außerordentlich begrüßenswerte Vorhaben, auch Audio-Dateien, die vorgelesene Auszüge aus Darwins Schriften enthalten, verfügbar zu machen. Ich finde das wirklich großartig und einen Meilenstein für die wissenschaftliche Bildung. In vielen Fällen dürfte dieser Zugang zu Darwins Ideen ganz allein dafür sorgen, daß die Schönheit und Eleganz der Evolutionstheorie einen das krude Gestammel aus wohlbekannten Märchenbüchern
vergessen lassen!
Chapeau dafür!!
Samstag, Oktober 14, 2006
Nano schützt vor Dummheit nicht!
Wie deutlich zu bemerken an einem Herrn, dessen dunkle Seite mir bislang gänzlich unbekannt war und nun erst recht eine Geißelung verdient! Cees Dekker, der Nano-Papst von der Universität Delft ist ein IDiot! So, jetzt ist es heraus! Tatsächlich, der Mann, dessen auf dem Feld der Nanowissenschaft forschende Gruppe Artikel in nature, science und PNAS publiziert, dessen Institut sich vor Geld und Förderung kaum retten kann, dem also ganz sicher gute und solide wissenschaftliche Arbeit zuzutrauen ist, glaubt an den intelligenten Designer, wenn nicht Schlimmeres. Der Typ ist in der Tat sogar ein Evangelikaler! Besonders verwerflich finde ich dabei seine G'schamigkeit, was das angeht! Er weiß genau, daß man ihm seine Publikationen erst um die Ohren hauen und dann in der Toilette runterspülen würde, wenn darin auch nur ein Iota seiner krausen Weltsicht erkennbar wäre, neinnein, seine Wissenschaft ist (noch) sauber. Aber schauen wir doch mal hier nach, auf seiner persönlichen Seite. Da finden wir die Leichen im Keller, die Schmuddelkinder seines Schaffens: Bücher, die es wohlweislich (wahrscheinlich um der Kritik durch die englischsprachige Wissenschaftsszene zu entgehen) nur auf Holländisch gibt und die Titel tragen, wie "Schuf Gott den Menschen oder schuf der Mensch Gott" oder "Und Gott schuf einen Wurm". Wir finden u.a. Links zu einer äußerst zweifelhaften und unwissenschaftlichen Kritik (in Form einer Lesung) an R. Dawkins und seinen Werken und zu einem Forum, das sich selbst, wie in ID-Kreisen üblich, die Wahrheit aufs Panier schreibt, das Veritas-Forum, dessen Mission folgende ist:
We create forums for the exploration of true life.Also, das "wahre Leben" (im Gegensatz nochmal zu was? Falschem Leben? Oder gar "unwertem" Leben, ja?) soll erforscht und alle drängenden großen und offenen Fragen sollen doch bitte in bezug auf und unter Berücksichtigung von der Person Jesus (also eines angeblichen Schreiners vor ca. 2000 Jahren) und seines Lebens betrachtet und nach Möglichkeit beantwortet werden. Das kann kein denkender Mensch und erst recht kein Wissenschaftler ernsthaft wollen!
We seek to inspire the shapers of tomorrow’s culture
to connect their hardest questions with
the person and story of Jesus Christ.
Weiterhin finden sich Links zu dubiosen Zusammenschlüssen pseudoseriöser und pseudowissenschaftlicher Projekten, die "frei von externen, programmatischen Einschränkungen wie Materialismus, Naturalismus und Reduktionismus" komplexe Systeme zu erforschen zum Ziel haben. Anders ausgedrückt: man versucht dort, ohne sich durch die Knechtungen logischen und rationalen Denkens und die Zwänge, die einem die Beweispflicht auferlegt, behindern zu lassen, Erklärungen...ja...herzuzaubern, die ggf. vielleicht doch mit dem cleveren Designer vereinbar sind. Witzigerweise liefert diese Plattform die Möglichkeit zum Peer-Review gleich mit, damit 1.) nicht die richtigen Wissenschaftler der echten scientific community deren Werke in der Luft zerreißen und 2.) um sich den Anstrich der Seriosität zu geben, man ist ja schließlich "peer-reviewed", gelle? *zwinkerzwinker*
Argumentativ ist Herr Dekker natürlich äußerst schwachbrüstig unterwegs, wenn er konstatiert, daß die Evolutionstheorie, die er ja eigentlich ganz klasse finde, ja auch 99% der Biologie erklären könne, aber das eine Prozent eben nicht und das sei ja das Interessante. Implizierend, natürlich, daß "interessant" heißt, daß die Lücken in der Evolutionstheorie, die sie als wissenschaftliche Theorie nun einmal hat und haben darf, zwangsweise das Vorhandensein eines "Designers" (vulgo: Schöpfer) bedeute. Ein üblicher, uralter und unzutreffender Winkelzug der IDiotie, die, in Ermangelung eines einzigen stichhaltigen Beweises für intelligentes Design, immer wieder und wieder der Evolutionstheorie vorwirft, nicht alles erklären zu können und damit nichtig zu sein, was im Umkehrschluß ja bedeuten müsse, daß die Theorie des ID stimme. Dümmer geht's nimmer!Ich finde es traurig und mitleiderregend, daß ein Herr Dekker es nicht nötig hat, bzw. nicht über
ausreichende geistige Disziplin verfügt, die ungeschlachte und allzu offensichtliche Unwissenschaftlichkeit und Irrationalität dessen, was er da vertritt zu erkennen. Dadurch erniedrigt er sich selbst, verunglimpft sein Institut, schmälert - in meinen Augen - seine Glaubwürdigkeit (zumindest, was seine Motive angeht) und ist eine glatte Schande für die Wissenschaft!
Freitag, Oktober 13, 2006
Neues vom Hoff...
Abgründe tun sich indes auf wenn man des Hoffs Bewältigung seiner jahrelangen Männerfreunschaft zu seinem Ex-Gefährt(en) KITT betrachtet: Offenbar hat es nach der Trennung böses Blut gegeben und nun sieht sich der Hoff gezwungen, den Versuch zu unternehmen, durch das Outing von KITTS Homosexualtiät dessen Reputation zu kompromittieren. Kein feiner Zug, Herr Hoff, denn in Ihrem neuen Chartbreaker-Video, scheinen Sie durchaus erfreut, in ihrem schwulen Cabrio unbefangene Landeier abzuschleppen!
Auch die taz hat sich neulich des Hoffs angenommen und sieht in ihm einen "hoff"nungslosen Fall, deckt jedoch auf, daß The-Hoff-Fansein mittlerweile nicht mehr das Privileg der Eliten, zu denen wir uns hier natürlich zählen, ist, sondern so salonfähig, wie eine 80er-Jahre-Minipli, eine zu kleine Zuhälter-Lederjoppe und die coole Porno-Tropfensonnenbrille. Dankbar bin ich der taz ferner für den Hinweis, daß the Hoff sich selbst im SpongeBob-Kinofilm spielte (quasi als Krone seines Werkes). Welch erhabenes Gefühl muß es sein, seinem Zeichentrick-Alter-Ego in einer cineastischen Hommage an ein "Tier" der Gattung Porifera, gezeichnet von halbseitig gelähmten Patienten aus der Abteilung für LSD-Überdosierung, würdig Leben einzuhauchen?!?
Nunja, ein Hoff ist eben auch ein Visionär!
Freitag, Oktober 06, 2006
Neues vom Hoff...
Hier ist zunächst mal ein Stützpfeiler für meine Hoff-als Juhnke-Theorie: In einer seiner ersten Sendungen wies Kalkofe bereits auf die unglaubliche Ähnlichkeit der beiden hin (und sie selbst auf ihre Affinition zum Suff) und somit ist auch gesichert, daß der Hoff den, in dessen Fußstapfen er treten wird, auch zu Lebzeiten kannte. Ich schätze, noch 5-6 Jahre, dann wird man den Hoff auf den heimischen Klein- und Kleinstkunstbühnen bewundern dürfen....
Ansonsten war der Hoff wieder fleißig und umtriebig: er schickt sich an, seine neue Freizeit (ohne Weib und Kind) mit dem Ausleben einer weiteren seiner vielen kreativen Seiten zu füllen und wird der Welt bald seine erste Modekollektion schenken. Dieser Impuls wurde ausgelöst durch die unzähligen Hoff-T-Shirt-Träger, die den großen Hoff zu folgender Äußerung hinrissen: "Ich bin wie Elvis! Nur eben lebendig!"
Kein Wunder, daß der Hoff bei all seinen Aktivitäten (modeschöpfen, Weiber angraben, Models nicht geil finden, saufen) schon mal müde wird und mitten in einer Fernsehshow einpennt, nachdem er dort einer englischen Fernsehperle eindeutige Angebote (ja, inklusive Air-Hüftstöße) gemacht hat (wir erinnern uns, der Hoff (54, einsam) liebt englische Weiber). Hey, das dürfen nur die ganz Großen!
Unschön fiel am Rande jedoch auf, daß der Hoff, der seiner neue Single, dem mächtigen "Jump into my car", ein musikalisches wie humoristisches Meisterwerk, offenbar nicht wirklich genug zutraute, darauf zurückgreifen mußte, einem englischen Radiomoderator ein unmoralisches Angebot zu dessen Promotion zu unterbreiten. Was ich nicht verstehe, ist, wie man es ernsthaft ablehnen kann, für den Spottpreis des Abspielens eines Songs, den man Scheiße findet, im David-Hasselhoff-Musical mitzuspielen!!! Gibt es denn etwas geileres als Teil einer pompös-peinlichen Selbstbeweihräucherungsorgie eines alternden, kaputten Suff-Trash-Stars zu sein? Ich verstehe diesen Engländer nicht....
Donnerstag, Oktober 05, 2006
letztes Update zum Wahnsinn,
Schließlich sind dies nichts anderes als Computer, die zum Datenabgleich internetfähig sein müssen und demnach als vollwertige Rundfunkgeräte angesehen werden müssen.
An dieser Stelle rufe ich einen Vorschläge-Wettbewerb aus, um der GEZ noch weitere Einnahmequellen empfehlen zu können. Ich fange an:
1.) Die Blinden sollten endlich wieder von der Gebührenbefreiung ausgenommen werden, sie können sich ja theoretisch beschreiben lassen, was sie nicht sehen können oder durch eine theoretisch denkbare nur praktisch noch nicht verfügbare Methode sich ihr Augenlicht medizinisch wiederherstellen lassen ("geringer technischer Aufwand")
2.) Jeder Bürger hat ab sofort eine genaue Route seines Weges zur Arbeit und sonstiger Spaziergänge bei der GEZ einzureichen und sollten diese Wege an einem Fernsehgeschäft vorbeiführen, werden anteilig Gebühren veranschlagt, da der Bürger durch einen Blick ins Schaufenster ja so unrechtmäßigerweise vom Programm der Öffentlich-Rechtlichen parasitieren könnte.
3.) Ferngläser sind ab sofort gebührenpflichtig, da man damit ja theoretisch beim Nachbarn gegenüber "mitsehen" kann und dieser Genuß muß auch bezahlt werden.
4.) Fernsehzeitungen enthalten, haltet Euch fest, ab und zu Bilder von TV-Sendungen und ermöglichen damit also einen zumindest teilweisen Empfang von Rundfunksendungen, was also auch zumindest teilweise bezahlt werden sollte (die GEZ verwendet dann eigene Mittel, genug sind sicher da, um zu ermitteln, einen wie großen Prozentsatz die Bilder von den eigentlichen Sendungen ausmachen und berechnen diese dann entsprechend, da kommt ganz schnell mal 0,1 Cent zusammen und der wird aber sowas von bezahlt). Eigentlich aber sollten TV-Zeitschriften vollständig gebührenpflichtig sein, denn schließlich kann man sich mit geringem technischen Aufwand alle TV-Zeitschriften am Markt kaufen, alle Bilder ausschneiden und an die Wand kleben und schnell dran vorbeilaufen und schon hat man ggf. einen zumindest teilweisen "Empfang".
Mittwoch, Oktober 04, 2006
Unfaßbar!!! die Zweite
Was kann man dazu noch sagen? Mir fällt nichts mehr ein...also...nee...einfach sprachlos.....
10 Gründe, warum Religion wie Pornographie ist
Die sind so gut, daß ich sie einfach klauen mußte!
10. Es gab sie während der gesamten Menschheitsgeschichte und in allen Kulturen.
9. Sie macht sich ganz natürliche, sogar nutzbringende Impulse zunutze
8. Ihre Tugenden sind umstritten, ihre Fürsprecher fanatisch.
7. Die Leute lieben sie, können aber keinen rationalen Grund dafür angeben.
6. Versachlicht und erniedrigt Frauen, obwohl sie sie anbetet.
5. Man hat das Bedürfnis, sich zu waschen, nachdem man einem ihrer Betreiber die Hand geschüttelt hat.
4. Die Kostüme sind skandalös, die Darbietungen albern und die Handlung unglaubwürdig
3. Es ist nichts schlimmes dabei, Freude daran zu haben, aber auch nichts, auf das man stolz sein könnte.
2. Sie ist keine gute Basis für Politik, Regierung oder internationale Beziehungen
1. Ihre Hauptdarsteller sind der totale Fake!
Übersetzung von mir
Montag, Oktober 02, 2006
Unfaßbar!!!
Eine absolute Frech- und Dummheit fand ich bei "factum online", einer Art Christen-Fanzine, das sich selbst "Das Magazin zum besseren Verständnis unserer Zeit" nennt und sich besser "Das Magazin zur schamlosen Verarsche derer, die so blöd sind, es zu kaufen" nennen sollte.
In dem Artikel wird eine Arbeit eines Max-Planck-Instituts beschrieben, das eine transmembranäre Domäne (HAMP) eines Bakterienproteins analysiert hatte und das molekulare Bewegungsmuster der Proteindomänen mit dem Ineinandergreifen von Zahnradzähnen verglich.Dies griff das Genie von factum auf und entblödete sich nicht, mit dreistem Überzeugungston zu verkünden, daß dies ja nun eindeutig ein "weiterer" (!!) "Beleg"(!!!) für IDiotie sei. Diese Schlußfolgerung läßt hingegen echte Schlüsse zu:
1.) Der Autor denkt, daß die Tatsache, daß ein Biologe, der seine Entdeckung zur besseren Verdeutlichung mit einem technischen Bauteil vergleicht, bedeutet, daß die hilfsweise herangezogene Ähnlichkeit zwischen Natur und (menschlicher) Technik auf einen intelligenten Designer schließen läßt, der überall in der Natur Zahnrädchen eingebaut hat, damit es auch alles gut läuft.
2.) Der Autor ist ein Idiot.
3.) Vermutlich muß in allen factum-Artikeln zu Bio- und Lebenswissenschaften drinstehen, daß die beschriebenen Erkenntnisse ein "weiterer Beleg" für IDiotie sind, um dem Leser, dem man zuvor von echter Wissenschaft berichtete, fälschlicherweise zu suggerieren, daß diese Erkenntnisse mit IDiotie zu erklären oder dadurch begründet seien.
3.) factum ist ekelhaftes Produkt und ein Organ der Niedertracht, es ist falsch, es zu lesen.
Donnerstag, September 28, 2006
Deutschland, einig Raucherland!
Von einem absoluten Rauchverbot in allen öffentlichen und allgemeinen Gebäuden, einschließlich Restaurants, Bars etc., wie es in richtigen Ländern (Belgien, Niederlande, Portugal, Schottland, Schweden, Irland, Italien) schon lange Usus ist, ist man nun wieder weit entfernt, unter tatkräftiger Mithilfe der Tabakkonzerne. Es wird jetzt in der Größenordnung "vielleicht ein Nichtrauchereckchen in Gaststätten, die größer sind, als 75 qm" rumgeeiert, was gleichbedeutend mit keinem Schutz für die Normalen ist. Ich verstehe nicht, wieso da so wenig von EU-Seite kommt. Die sind doch sonst im Druck machen und Verklagen ganz groß, warum hierbei nicht? Auch die Lobby? Hat der zuständige Kommissar vielleicht zufällig ein neues Äuteken "gefunden", oder eine Reise nach Marlboro-Country mit 20 Luxusnutten "gewonnen", ja?! Klar, dann hat man anderes zu tun, als seine Pflicht, das sehe ich wohl ein.
Einziger Hoffnungsschimmer sind derzeit zwei Frauen aus den absoluten Antiparteien: C-Partei und Öko-Fuzzis. Frau Reiche (CDU) reicht das nutzlose Gemahne nicht mehr und will Taten sehen und Frau Höhn (Grüne) höhnt über das "Einknicken" der Koalition vor der Tabaklobby. Ist beides gut und richtig, bringt aber sicher wieder nichts! Es ist ein Elend mit diesem Land und wenn sich das nicht ändert, werde ich von hier verschwinden!
Was ich gerne wüßte, bis es soweit ist: darf man sich gegen "zugeraucht werden" verteidigen, indem man dem Raucher Insektenspray in die Fresse sprüht? Theoretisch ist Rauchen ja vorsätzliche Körperverletzung an einem Passivraucher und das ist ein notwehrfähiger Tatbestand, oder? Auf die Schnauze hauen ginge auch, wenn man keinen Spray einstecken hat...
Hier und hier noch einige Informationen. U.a. der Todesstoß für das Trash-Argument der Raucher, sie würden sich mit ihren 14 Mrd. Euro Tabaksteuer ihre Scheißsucht selber finanzieren. Gegen die geschätzten 40 Mrd. die diese Unsitte an Kosten verursacht, sieht das etwas mickrig aus, oder?
Mittwoch, September 27, 2006
Jetzt schlägt's 13!!
Erstaunlich einhellig und knüppeldick kommt von allen (!) Seiten die verdiente Kritik an der Maßnahme, was die Urheber des Skandals auch noch dazu veranlaßt, ihre unglaubliche Position zu verteidigen! Absolut zum Kotzen! Dabei wird keineswegs nur Mohammed in der besagten Inszenierung angegriffen, sondern alle größten Weltreligionen, womit es sich dabei keineswegs um Islamkritik (so verdient sie definitiv wäre) sondern um eine Absage an die Religion selbst handelt. Dies ist das Recht eines jeden und erst recht das Recht der Kunst, wenn nicht ihre Pflicht. Ich hoffe, daß es zu ähnlichen Solidaritätsgesten kommt, wie beim Karikaturenstreit und daß daher andere Opernhäuser anbieten, den Idomeneo in der aktuellen Inszensierung zu spielen und daß möglichst viele Muslime, die gemäßigt und Verfechter der Kunstfreiheit sind, zu der Vorstellung gehen. Ich hoffe ferner, daß Frau Harms, die kriecherisch-feige Intendantin der Frankfurter Oper wegen Ungeeignetheit gefeuert und vom Arbeitsamt an eine Stelle vermittelt wird, die garantiert nicht von fundamentalistischen Arschlöchern beanstandet wird: Putzfrau in der Moschee.
Als ein Zeichen nun an dieser Stelle ein Comic-Strip, der nicht nur Mohammed, sondern auch Jesus darstellt und die idiotische Glaubensinhalte der beiden Religionen zur Entstehung der Welt und des Lebens karikiert:
Nachtrag am 19.12.2006:
Idomeneo wird nun doch wieder aufgeführt und, oh Wunder, kein Turbanträger warf eine Bombe in den Saal, keine berittenen Wüstenkrieger demonstrierten vor der Tür, keine Hasspredigten, keine Sprengrucksäcke... wer hätte das gedacht?!?
Natürlich konnte man es sich nicht verkneifen, die Operngäste vorher gründlichst und zeitaufwendig zu durchsuchen, vielleicht hätte sonst einer der muslimischen Geistlichen ja eine Scud-Rakete oder ein Skimitar unter dem Kaftan geschmuggelt. Dem allgemeinen Sich-Selber-auf die-Schulter-Klopfen möchte ich entgegenhalten, daß es sich bei der Wiederaufnahme der Aufführung nicht um einen gloriosen Akt des Mutes und des Trotzes gegen die Feinde der Kunst- und Meinungsfreiheit handelt, phantomhaft, wie sie sind, sondern lediglich um eine teilweise (denn Gefilztwerden vor der Oper ist natürlich immer noch jämmerlich) Rückkehr zur Normalität - Selbstbeweihräucherung ist daher nicht angebracht, eher peinlich berührt zu sein dafür, daß das so lange gedauert hat.
Dienstag, September 26, 2006
Neues vom Hoff...

Unsere gute alte hot cup of Hoffie hat offenbar höhere Ambitionen. Er möchte seinen ohnehin ausauslöschbar tiefen Eintrag im Buch der großen Mimen, den er sich zurecht mit den mächtigen Herren Knight und Buchanon errang, offenbar endgültig verewigen, indem er nun endlich die großen Bühnen erobert und Shakespeare spielt. Kein Witz! Und wenn er dann mit seiner 80er-Jahre-Lederjoppe, der krassen Minipli-Frisur und der obergeilen, riesigen Tropfen-Pornosonnenbrille und dann wahrscheinlich bereits mit schwerer Schlagseite (der Suff!) aufläuft und sagt: "Heeeeeeeeellooooooo Ladies!! Two beer....or not two beer.....hähähä" und hinfällt, sich einnäßt und einschläft, dann ist das eben ganz großes Theater!
Unschön aber und auch nicht ganz gemäß der
Glashaus-Steine-Regel hingegen ist, daß unser Hoff, der selber soviel Botox im Gesicht hat, daß ab und zu Amazonas-Indianer vorbeikommen und ihre Pfeilspitzen hineinstechen, jetzt ausgerechnet den ollen Clint dranhängen muß, dem man es weiß Gott nicht ansieht, daß er irgendwas an seinem Aussehen (s. rechts) getan hätte (außer mit der ebenso welken Meryl Streep zu plantschen *würg*).Aber naja, man soll den Hoff schließlich nicht hasseln also...ich sag ja schon nichts mehr!
Montag, September 25, 2006
Neue Clowns braucht das Land!
Bei meinen alltäglichen Verrichtungsgängen in der Stadt, aber auch an anderen Stätten, wo man vornehmlich junger Menschen angesichtig werden darf, fiel mir die allgegenwärtige Bizarrerie der Bekleidung auf. Anmerkung: die Besonderheiten der Hip Hops-„Bekleidung“, die weiß Gott einer harschen Geißelung bedürfen, werde ich mir im Rahmen eines eigenen, wohlverdienten Traktates vornehmen.
Weiters setzt sich jetzt offenbar ein „Trend“ durch, der die Betroffenen zwingt, auf jedem (!) Kleidungsstück diese völlig grotesken Malerrollenstreifen aufzutragen. Es sieht aus, als ob jemand mit einer Malerrolle die Hosenbeine oder Ärmel etc. auf uns abgegangen wäre. Ob Rock, Hose oder Jacke – überall sind diese nutzlosen und häßlichen Streifen, die überhaupt und gar keinem Zweck dienen (außer dem, abstoßend zu sein), aufgedruckt, was sogar soweit geht, daß es kaum noch unbesudelte Produkte zu erwerben gibt.
Dann gibt es, vor allem bei einigen Weibchen, diese vollkommen irrwitzigen Beinkleider zu bestaunen, welche eine Unzahl überdimensionierter Taschen, in denen bequem ein Medizinball Platz findet und – noch grotesker – eine titanische Beflaggung, bestehend aus aus den Taschenklappen entspringenden, meterlangen Bändern und Schlaufen, aufweisen. Gerne sind die Beinkleider zu allem Überfluß in das gerne tarnfarbene also camouflierte (?) Stiefelwerk gestopft, zwecks dämlichen Aussehens, wie ich vermute.
Zu den Blödsack-Kopfbedeckungen als nächsten Punkt gesellt sich bei der Damenwelt noch die „Batschkapp“: Ein gerne cordenes, monströs häßliches Ungetüm mit enganliegendem Mützensaum und sackartig aufgeblähtem, darüber festgepapptem Stoffwindbeutel, den viel zu kleinen Mützenschirm zur Seite gedreht, um seinen Zweck zu minimieren. Ich finde es immer wieder sehr ironisch, daß sich die offenbar ausschließlich auf ihr Äußeres bedachten Trägerinnen (gern mit Glitter überall) nicht bewußt sind, daß solche ähem „Hüte“ nicht seeehr hübsch sind.
Es ließe sich endlos fortfahren und man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr hinaus, aber man gewöhnt sich irgendwie daran, wie an kaputte Clowns in der Fußgängerpassage. Was mich unlängst jedoch wirklich in Ekstase und gleichsam eine Mischung von Entsetzen und Ekel versetzt hat, war mein zufälliger Blick auf die Models einer aktuellen Haute-Couture-Modeschau in Paris. Man muß es selbst gesehen haben, um zu wissen, daß ich gleich beim Versuch Unglaubliches zu beschreiben, das gesehene nur unzulänglich wiedergeben kann. Ich stelle hier eine Vermutung dar, wie es zu einigen der äh, ja, „Bekleidungssituationen“ gekommen sein muß: Zuerst wurde eine Stoffsammlung erstellt, darunter ein, zwei Teile aus dem Erste Hilfe Container (so Cord und olles, speckiges Leder), ordentlich Tüll, Spitze, Jummi, Plaste, und Klarsichtfolie. Das alles kommt in einen Industriemixer, dazu ne Handvoll so Metallglitzertand und ne halbe Tube von dieser Glitterschmiere und wird ordentlich durchgedreht. Zum Schluß kommt ein viertel Liter Tapetenkleister dazu und es wird wieder korrekt gerührt. Das Model ist inzwischen nackert und steht, mit Teigschüsseln vor den Möpsen, vor einem Industrieventilator auf einer Drehscheibe. Wenn die Stoff-Leim-Mischung fertig ist, schaltet ein „Designer“ den Ventilator und die Drehscheibe an und wirft händchenweise die Mischung in den Luftstrom. Das Zeug klatscht auf das Model, pappt fest und die Prozedur wird solange fortgeführt, bis die Perle eingekleidet ist (die Dauer richtet sich nach Jahreszeit, im Winter braucht man ja was mehr, gelle?). Am Ende nimmt sie die Teigschüsseln ab, weil die Frauen ja immer barbusig auf den Modenschauen rumlaufen (warum, weiß man nicht, aber ich warte immer darauf, daß solche Plünnen dann auch Omma Bölke von nebenan mal trägt) und gut is’.
Und nun stellt sich doch die Frage: wer, welches kranke und kaputte Hirn denkt sich so was aus? Hier meine Theorie: es gibt eine Verschwörung der Kleidermacher (oder Modeschöpfer, wie die Herren bzw. Männeken genannt werden möchten). Jedes Jahr treffen sie sich bei einem von denen daheim, um neue Ideen für die „créative Collection“ (französisch auszusprechen, si vous voulez) zu erarbeiten, so die offizielle Bezeichnung. Entwürdigung, Demütigung und Preisgabe der Lächerlichkeit einem jeden Fashion-Zombie (Euphemismus: Modebewußte) ist der eigentliche Zweck der diabolischen Konvention. Das sieht in der Praxis so aus: Die Kleidermacher treffen sich also, saufen sich die Hucke voll, hauen sich Speed, Pilze, Crack, LSD und Koks rein, bis die Lampe brennt und onanieren gemeinschaftlich, wobei laut abwechslend Free Jazz, Edith Piaff und die Egerländer Arschgesichter gespielt werden. Dabei kommen Ihnen dann Ideen für neue Modetrends, die sie aufschreiben und sammeln. Wenn sie wieder klar sind, suchen sie von den gesammelten Vorschlägen die abartigst durchgeknalltesten, absolut bescheuertsten, irrwitzigsten und definitiv am meisten an den Sackhaaren herbeigezogenen aus, machen sich vor Vorfreude erst mal naß vor Lachen und zwingen dann die indischen Kinder und sonstigen Lakeien, die Scheiße zusammenzunähen.
Man mag sich mal gefragt haben, warum die Jungs immer nur in schlichten schwarzen Anzügen auftreten? Die lachen über ihre Opfer! Die lachen sich tot in ihren Villen, wenn sie im Fernsehen die ganzen Opfer sehen, die Unsummen für diese Malerrollenbuchsen oder ähnliche Narrentracht verprassen und auch noch denken, sie sähen nicht bekackt damit aus. Und ich kann es verstehen, wenn ich schwul, irre, narzissitisch und bis zum Gehtnichtmehr gelangweilt und "jaded" wäre, wäre ich auch Kleidermacher!