Unzeitgemäße Betrachtungen - Subjektives und Polemik - Kritik und Sarkasmus - Toben und Schreien - Weltbashing!: sollte von NIEMANDEM gelesen werden!
Mittwoch, April 15, 2009
Fortschritt? Verbieten!
Natürlich hat man keine echten wissenschaftlichen Gründe, Populismus muß hier reichen. Ich bin es so scheißenleid, in einem Land zu leben, wo man mit Entscheidgungen gegen Forschung, Wissenschaft und Fortschritt und für Religion, Irrationalität und Populismus tatsächlich erfolgreich auf Stimmenfang gehen kann.
Kein Wunder, daß sich viele Forscher angewidert abwenden und gehen, kein Wunder, daß der Wissenschaftsstandort Deutschland sich im freien Fall befindet.
Ich finde, die C-Parteien sollten als nächstes wieder das geozentrische Weltbild einführen, Schulen für Mädchen verbieten und Religion als einziges Fach unterrichten lassen. Man, das würde vielleicht Wählerstimmen bringen!
So, und jetzt hoffe, ich, daß die Herstellerfirma Monsanto gegen das Verbot klagt, gewinnt und noch dazu ordentlich Schadenersatz erhält. Den müssen natürlich wir bezahlen, aber vielleicht denken dann mal ein paar von diesen Politclowns über ihren "Fortschritt? Verbieten!"-Reflex nach!
Freitag, November 21, 2008
Na toll, jetzt muß ich ausgerechnet die Engländer beneiden...
Im Gegensatz zu seinem rückständigen, wissenschaftsfeindlichen, religions- und lobbyhörigen kontinentalen Nachbar, uns, hat England nun ein mit großer Mehrheit abgesegnetes neues Gesetz zum Umgang mit Stammzellen und Embryonen, von dem wir Lichtjahre (!) entfernt sind. England war uns in diesem Bereich immer schon voraus, aber das neue Gesetz eröffnet ganz neue Möglichkeiten: es ermöglicht zwischenartlichen Gentransfer, die Erzeugung von Mischembryonen aus Mensch- und Tierzellen, sowie chimäre Zellen - großartig! Man darf mit Spannung erwarten, welche neuen Erkenntnisse in regenerativer und reproduktiver Medizin dieses Gesetz möglich macht und wird mit Neid darauf blicken, welche bahnbrechenden Heil- und Behandlungsverfahren daraus erwachsen werden.
Was fast noch besser ist, ist die Vorstellung, daß nach Bekanntwerden dieser Nachricht der Ratzepoop und seine Bande von albern verkleideten, fuchtelnden, kinderschändenden Betmännchen wahrscheinlich einen epileptischen Anfall bekommen, gezuckt, getobt und sich vor Wut in die Hose gemacht haben!
Ich hasse es, sagen zu müssen, daß man sich an England ein Beispiel nehmen sollte, aber man sollte sich an England (was DAS angeht) ein Beispiel nehmen und endlich dieses ganze geschlechtslose Pfaffengesocks am Kragen aus jedem einzelnen Ethikrat und jeder Kommission, die sich mit bioethischen Fragestellungen befasst, herausschleifen.
Diese Leute haben kein Recht, anderen Menschen Fortschritt und ein besseres Leben vorzuenthalten, nur weil sie, Anhänger eines Bronzealter-Wüsten-Todeskultes aus'm nahen Osten, sich einbilden, eine fiktive Person/Instanz habe sich in einem obskuren Märchenbuch angeblich irgendwie geäußert und deshalb sei Wissenschaft verwerflich. Sie haben kein Recht, über die Fortpflanzungsorgane, Partnerwahl oder Lebensstil anderer Menschen zu bestimmen und sie haben auch keinerlei Kompetenz, irgend etwas relevant zu kommentieren. In England hat sich das rumgesprochen. Hier nicht.
Freitag, Mai 23, 2008
Schweizer komplett durchgeschmort!
Was ich jetzt lesen mußte, ist allerdings so bescheuert, daß ich es hier kurz loswerden muß, auch, weil ich es toll finde, daß offensichtlich auch in der Schweiz die Verrückten frei rumlaufen dürfen.
Dort müssen nun Pflanzenforscher die "Würde der Pflanzen" bei ihren Experimenten beachten. (Quelle: "nature news", published online 23 April 2008 | Nature). (Leider) kein Scherz!!
Es heißt im schweizerischen Gentechnologie-Gesetz, daß "die Würde jeder Kreatur in der Forschung berücksichtigt" werden muß; dies führt zu der völlig bizarren Situation, daß Pflanzenforscher in ihren Anträgen auf Forschungsmittel einen Abschnitt einschließen müssen, der beschreibt, inwiefern bei den beabsichtigten Forschungsarbeiten die "Würde der Pflanze" berücksichtigt werde, wovon nicht mal die Antragsentscheider wissen, was das überhaupt ist. Anwälte und Wissenschaftler fassen sich ans Hirn, natürlich kommt man sich verarscht vor, wenn man sich gezwungen sieht, zu behaupten, etwas zu berücksichtigen, das es weder gibt, noch das durch rationale Kriterien beschrieben werden kann.
Und jetzt der Hammer: ein Kommitee, das beauftragt wurde, dann doch mal bitte zu definieren, welche Art von Exprimenten die Pflanzenwürde in unakzeptabler Weise beschneiden würde, konnte dazu zwar keine konkreten Beispiele hervorbringen, ist sich aber mehrheitlich einig, daß solche genetischen Modifikationen dazu zählen, die einen "Verlust der Unabhängikeit" der Pflanze herbeiführen würden. Es wären also Experimente verboten, die sterile Pflanzen hervorbringen!!! Abgesehen davon, daß das nahezu der Todesstoß für die Pflanzengentechnik wäre, müßte man dann auch zahlreiche Blumenzüchter einsperren.
Das alles trägt die Handschrift von den üblichen Verdächtigen, die alle grüne Gentechnik verbieten wollen und zeugt von der überschäumender Wissenschafts- und Fortschrittsfeindlichkeit der Tollhäusler, die sich das zusammengesponnen haben. Mich wundert, daß Herz-Jesulein in der Diskussion nicht aufgetaucht ist, mit der üblichen Bibelstelle als "Beweis", so àla: "Und sehet, ich will es nicht leiden, daß ihr das Gras tretet und den Zweig brecht! Und es ward großes Frohlocken!" oder so. Normalerweise bringen solchen Irrsinn doch nur religiöse Fundamentalisten hervor...
In jedem Fall ist das ganze Geschehen eine unverdiente Demütigung für schweizerische Pflanzenforscher, Biotechnologen und grüne Genetiker, die gerne Wissenschaft betreiben und sich nicht mit verrückterleuts Schnapsideen abplagen würden und es wird, wenn dieses Gesetz streng durchgesetzt wird, diesem Wissenschaftszweig (und zwar ohne auf seine Würde zu achten), schwersten Schaden zufügen. Da hilft nur Auswandern. Aber Achtung: kommt nicht zu uns, wir leben hier in einer voraufgeklärten Theokratie.
P.S.: Das einzig Vorteilhafte: für Vegetarier wird die Luft nun noch enger: wie kann man Lebewesen essen, die eine eigene kleine, gesetzlich geschützte Würde haben? Ich finde, da sollten die Vegetarier in der Schweiz konsequent sein und den Löffel weglegen, es sei denn, es sei mit der Würde des Salats vereinbar, aus seinem Habitat gerissen, zerhackt und mit Säure übergossen zum niederen Verzehr verramscht zu werden.
Freitag, April 11, 2008
Ein Tropfen auf den heißen Stein...
Denn: SELBSTVERSTÄNDLICH wird die Stammzellforschung weltweit fortgeführt und höchstwahrscheinlich wird es in absehbarer Zeit dramatische Durchbrüche geben. Diesen Fortschritt hält auch der Kirchenstaat Deutschland mit seiner mittelalterlichen Wissenschafts- und Bildungspolitik nicht auf. Es wird aber dann die unerträgliche Situation auftreten, daß Kranke, die durch stammzellbasierte Medizin geheilt werden können, in Deutschland nicht von diesen fortschrittlichen Therapien profitieren können. Das wird dann, wie bei der Sterbehilfe - zu einem Medizin-Tourismus in zivilisierte Länder, wo man den Erkrankten helfen kann und darf, führen, den sich aber nur die besser Betuchten leisten können. Die Armen müssen dann eben in der Theokratie D sitzen bleiben und krepieren - Hauptsache, die CDU, die Kirche und Herz Jesulein müssen nicht über die verlorenen Embryo-Schäflein weinen! ZUM KOTZEN!
Ich bin jedes Mal außer mir vor Wut, wenn ich sowas hier lesen muß:
das von der katholischen Kirche geforderte komplette Verbot der embryonalen Stammzell-Forschungoder
Die Katholische Kirche hatte vor einer Veränderung des Stichtags gewarnt.oder
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hatte ein völliges Verbot der embryonalen Stammzellenforschung verlangt. "Ich kann nicht Menschen töten, um anderen Menschen zu helfen"Was bilden sich diese klerikalen Clowns ein? Mit welchem Recht und erst recht auf der Grundlage welcher evidenzbasierter Erkenntnisse wagen diese Spinner es, sich überhaupt in die Debatte einzumischen? Ich lade doch auch keinen Drogendealer in eine Entzugsklinik ein, um seine Meinung zu hören. Und ich gehe ja auch nicht zum Bischof und behaupte, ich könne und dürfe bei der Gestaltung seiner Messe mitreden. Wie kann es nur möglich sein, daß in einem angeblich säkularen Staat diese pädophilen Auguren in Ethik-Komitees sitzen und darüber mitentscheiden, was die Wissenschaft darf und was nicht?
Wo ist bitte die Stelle in diesem Märchenbuch da, die festlegt, daß menschliches Leben bei der Befruchtung beginnt und daß ein 4-Zell-Embryo die gleiche Würde hat, wie ein Geborener? Und was fällt Kreaturen wie der Zypries ein, diese Position evidenz- und reflektionslos zu übernehmen und sie der Wissenschaft aufzuzwängen?
Nein, so wird das nichts mit der Wissenschaft in Deutschland. Solange Genetik, Stammzellforschung und Reproduktionsmedizin noch immer mit einem irrationalen und unbegründeten Makel behaftet werden und ausgerechnet mit bunten Transenfummeln verkleidete, alte Päderasten sich als ethisch relevante Instanzen gerieren, sind und bleiben wir ein wissenschaftliches Entwicklungsland.
Einziger Lichtblick: deutsche Wissenschaftler können diesen Moloch endlich fliehen und im Ausland an Stammzellen arbeiten, ohne bei ihrer Rückkehr (wenn sich denn ein Rückkehrer findet) in Eisen gelegt zu werden:
Mit dem angenommenen Antrag, der auf eine Initiative der Abgeordneten René Röspel (SPD) und Ilse Aigner (CSU) zurückgeht, wurde auch klargestellt, dass deutsche Wissenschaftler sich nicht mehr strafbar machen, wenn sie sich an internationalen Stammzellen-Forschungsprojekten beteiligen.Tja. Sieht aus, als hätte ich schon wieder einen Punkt auf meiner "Weg hier!"-Liste...
Freitag, März 14, 2008
Scienceblogs auf Deutsch
Jetzt gibt es die Scienceblogs, die in USA vom Seed-Magazin gehostet werden und worunter auuch Pharyngula und andere sehr gute Blogs firmieren, auch auf Deutsch, was ich sehr begrüßenswert finde. Wobei "jetzt" vielleicht nicht ganz richtig ist, da es sie schon ein Weilchen gibt. Aber noch nicht sooo lange und erst recht nicht so lange, daß ich nicht nochmal explizit drauf hinweisen sollte!
Ich habe mir dort im Kommentarthread des Blogs "Darwins Erben" auch bereits einen Schlagabtausch mit einem Pro-Kreationismus-Honk geliefert, bei dem man minutiös deren ewig gleiche, peinlich-pseudowissenschaftliche Taktik nachvollziehen kann.
Ein Besuch lohnt sich! Viel Spaß!
Mittwoch, Mai 23, 2007
Die Wissenschaft sagt: Wer Popmusik hört, ist dumm!
Ich und viele andere wußten es immer und nun ist es endlich auch wissenschaftlich erwiesen: der Musikgeschmack sagt etwas über die Persönlichkeit eines Menschen aus und es ist möglich und wahrscheinlich, daß man einen Menschen aufgrund seines Musikgeschmackes richtig einschätzen kann!
Die erste Studie dieser Art wurde von den Sozialpsychologen Rentfrow und Gosling durchgeführt, im Rahmen derer sie einen Test entwarfen, der die genannten Korrelationen ergab: "Short Test of Music Preferences" oder STOMP.
Das gesamte Manuskript der Studie findet sich hier und ist sehr lesenswert.
Die wichtigesten Ergebnisse fasse ich hier zusammen:
- Musik gehört zu den beiden liebsten und wichtigsten "Aktivitäten" der Befragten
- die Befragten gehen davon aus, daß ihre musikalischen Präferenzen etwas über ihre Persönlichkeit aussagen (z.B. deutlich mehr, als ihr Filmgeschmack)
- die Befragten sind der Meinung, das Musikgeschmack sehr viel (noch mehr, als über sich selbst) über die Persönlichkeit anderer schließen läßt
- Blues
- Jazz
- Klassik
- Folk
- Rock
- Alternative
- Heavy Metal
- Country
- Soundtracks
- religiöse Musik
- Pop
- Rap/HipHop
- Soul/Funk
- Elektro/Dance

Die "Charakterdimensionen" sind
- komplex und reflektierend
- intensiv und rebellisch
- optimistisch und konventionell
- energetisch und rhythmisch
Z.B. wurde die Dimension "komplex und reflektierend" positiv korreliert mit Offenheit für neue Erfahrungen, selbsteingeschätzter (nicht objektiv bestimmter!) Intelligenz, verbaler (nicht analytischer!) Fähigkeit und politischem Liberalismus; negativ korreliert wurden soziales Dominanzverhalten und Sportlichkeit.
Ein sehr schönes Ergebnis zur Dimension "intensiv und rebellisch" lautet ferner, daß, obwohl diese Dimension Musik enthält, die negative Emotionen betont, Personen, die Musik dieser Dimension bevorzugen, keine neurotischen oder unangenehmen Eigenschaften besitzen. Soviel zu den Vorurteilen über Metalhörer!
Jetzt zum eigentlichen Punkt: die Dimension "optimistisch und konventionell", die die Schrottgenres "Pop", "Country", "religiöse Musik" und "Soundtracks" enthält, hat mit Abstand die schlechtesten Werte bei den objektiven Tests zu kognitiven Fähigkeiten (verbal und analytisch) und wird bei den analytischen Fähigkeiten nur noch unterboten von...na? ... natürlich den "energetisch-rhythmischen", also Elektro-Honks, Soulfuzzis und Hiphoppern.
Wem der Sprachstil in der Studie zu anstrengend oder zu wissenschaftlich ist, der kann sich hier die Ergebnisse (auf Englisch allerdings) erklären lassen.
Ein (stark vereinfachtes) FAZIT der Studie lautet jedenfalls: Leute, die Popmusik hören, sind (tendenziell) eher dumm!
Naja, für diese Erkenntnis, zu deren Vollständigkeit noch fehlt, daß diese Leute außerdem einen schlechten Geschmack haben, hätte es nicht unbedingt einer 21 Seiten langen Studie bedurft, aber es ist doch immer schön, wenn die Wissenschaft die Alltagsbeobachtungen unterstützt, nicht wahr?
Und mit Klassik UND Metal gehört man auf jeden Fall zu den Gewinnern! ;-)
Mittwoch, August 30, 2006
Es steht überall, nur nicht in den Sternen
Etwas, das genauso blöd, halt- und evidenzlos und unwissenschaftlich wie IDiotie ist, ist natürlich die Astrologie, die in Deutschland sicher (noch) mehr Anhänger hat, als jene.
Es gibt sogar einen eigenen, ungeheuer trashigen TV-Sender, der den ganzen Tag irgendwelche fertigen Astro-Elsen die armen Schweine, die da anrufen, um ihr Geld zu vernichten, verarschen läßt. Es gibt bereits einige großartige Abrechnungen von Oliver Kalkofe mit diesem Sender und dessen Formaten, die ich hier gar nicht ubertreffen kann und will.
Was ich aber faszinierend und auch ein wenig traurig und bedenklich finde, ist, daß viele die Horoskope in Zeitungen und Zeitschriften besonders emsig lesen, daß daraufhin umso mehr davon gedruckt werden, daß bei Steckbriefen oft das "Sternzeichen" mit angegeben wird, daß ganze Beziehungen darauf aufbauen bzw. im Vorfeld dadurch verhindert werden, daß die Partner zu irgendwelchen Zeitpunkten geboren wurden usf.
Daß sich dieser Mumpitz, der natürlich in einer Kategorie mit Handauflegen, Pendeln, Gläserrücken und Homöopathie rangiert, auch noch den Anstrich der Wissenschaftlichkeit verleiht und es sogenannte professionelle Astrologen gibt, die damit wahrhaftig Geld verdienen, schlägt dem Faß endgültig den Boden aus. Dabei gibt es seit 1985 die unumstößliche und diesmal wirklich wissenschaftlich fundierte und in Nature (sic!) publizierte Erkenntnis, daß es sich bei Astrologie um Mumpitz, Humbug, Betrug, Verarsche und Augenwischerei handelt
(Nature 318, 419-425 (05 Dec 1985)).
In dieser Studie, die ganz bewußt möglichst frei von Voreingenommenheit und
Befangenheit durchgeführt und unter Einbeziehung und mit der Mithilfe von führenden, "professionellen" Astrologen geplant und durchgeführt wurde, konnte an einer großen Zahl von Beispielen gezeigt werden, daß alle Erkenntnisse der Astrologie rein willkürlich, nicht reproduzierbar und ohne jede Korrelation zur Wirklichkeit sind. Die Studie umfaßte zwei Tests:
Im ersten Test wurden von 83 Testpersonen umfangreiche astrologischeProfile erstellt, basierend auf genauer Geburtszeit und dem Geburtsort. Den Testpersonen wurden danach drei astrologische Profile ausgehändigt, wovon jeweils eine auf ihren eigenen Daten beruhte.
Die Personen wurden aufgefordert, aus den drei Karten diejenige herauszufinden, die sie
und ihr Leben am zutreffendsten beschrieb. Der Test ergab, daß genau 33% das richtige Profil wählten und das entspricht damit exakt der Wahrscheinlichkeit für eine zufällige Auswahl. Die Astrologen sagten vorher (und hofften, nehme ich an), daß die Testpersonen zu mindestens 50% das richtige Profil wählen würden.
Beim zweiten Test absolvierten 116 Probanden einen umfangreichen Persönlichkeitstest (California Personality Index) und gaben ihre genauen Geburtsdaten und
den Geburtsort an. Drei Persönlichkeitstests und ein Satz Geburtsdaten, denen einer der
drei Tests zugeordnet war, wurde an Astrologen gegeben, mit der Bitte, die Geburtsdaten
korrekt dem zugehörigen Persönlichkeitstest zuzuordnen. Dies gelang in nur 34% aller Fälle,
was wieder fast exakt der Wahrscheinlichkeit für eine zufällige Auswahl entspricht und wieder hatten sich die Astrologen eine mindestens 50%ige Erfolgswahrscheinlichkeit vorhergesagt.
Tja, was soll man dazu noch sagen, außer "ich habe es immer gewußt bzw. gleich gesagt!"? Schön ist, daß man diese Studie jedem Astro-Nerd, der einem mit pseudowissenschaftlichen Argumenten und irgendwelchem Tribal-Gesäusel kommt, um die Ohren hauen kann. Wenn harte Wissenschaft ins Spiel kommt, dann geht dieser Schund unter. Bleibt nur die Frage, wieso immer noch so viele Leute an diesen Schwachsinn glauben. Leider gibt es dieses Buch, daß sich mit dieser Frage befaßt, nicht in Deutschland zu kaufen. Wer es findet, möge sich doch bitte melden!